Pixelpark erhöht Verlust

Mittwoch, 01. Oktober 2008
Pixelpark-Vorstand Horst Wagner
Pixelpark-Vorstand Horst Wagner

Pixelpark rutscht weiter in die roten Zahlen. Der Berliner Interactive-Dienstleister erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2008 einen Verlust von 13,9 Millionen Euro. Das sind 12,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis beinhaltet eine Firmenwertabschreibung in Höhe von 9,6 Millionen Euro. Das heißt: Bestimmte Firmenteile werden inzwischen deutlich niedriger bewertet als zuvor. Der Analyst Alexander Braun begrüßte diese Korrektur: „Mit diesem Schrit dürfte der bilanzielle Wertansatz wieder realitätsnäher sein.“ Weitere Abschreibungsbedarf sieht er bei der Beteiligung Emprise, die sich bei Pixelpark 1,3 Millionen Euro geliehen hat und diese voraussichtlich nicht zurückzahlen werde.

Der Umsatz von Pixelpark erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 22,9 Millionen Euro. Davon entfallen 18,6 Prozent auf das Segment Kommunikation, das um 20,2 Prozent zulegte. Das Segment Systemtechnologie verzeichnete dagegen ein Umsatzminus von 15,5 Prozent auf 5,6 Millionen Euro. Die Liquidität reduzierte sich um 3,5 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro. Damit fehlt dem Konzern Geld für die geplante Restrukturierung, was Brauns Ansicht schwer wiegende Folgen haben könnte: „Falls keine ausreichende Liquidität generiert werden kann oder die Gesellschaft plötzliche Liquiditätsabflüsse in erheblicher Höhe erleidet, könnte dies den Bestand des Konzerns gefährden“, schreibt Braun auf der Plattform Equity-analyst.de.

Sollte die Restrukturierung gelingen, ist nach seinen Berechnungen höchstens eine schwarze Null möglich. Selbst dann, wenn sich Pixelpark von der Systemtechnologie-Sparte trennt und die Holding-Kosten deutlich reduziert. Als Grund nannte der Analyst die hohen Zinsbelastungen und die geringe EBITDA-Marge von 1,4 Prozent in der Kommunikationssparte. brö
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