Pixelpark bietet Wettbewerbern Zusammenarbeit an

Donnerstag, 28. Juni 2001

Paulus Neef, Chef des angeschlagenen Internetdienstleisters Pixelpark macht offensichtlich aus der Not eine Tugend: Denn Pixelpark sucht die Zusammenarbeit mit konkurrierenden Beratungsfirmen.

"Wir haben unser Angebot fokussiert, und es gibt keinen Grund mehr, nicht mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die wir früher als Konkurrenten gesehen haben" sagte Neef der "Financial Times Deutschland". Der Kooperationswunsch sei Teil der Neuausrichtung, mit der das Internetunternehmen, an dem der Bertelsmann-Konzern mit 60,3 Prozent beteiligt ist, sein Geschäftsfeld bis zum vierten Quartal 2001 beschränken und gleichzeitig profitabel werden möchte.

Im Kerngeschäft wolle sich Pixelpark auf Marketing- und Vertriebsprojekte konzentrieren, also auf die sogenannte Sell-Side. Die Kosten für die Umstrukturierung sieht das Unternehmen laut Neef "im einstelligen Millionenbereich." Um die Kosten möglichst gering zu halten will Pixelpark bis Jahresende noch rund 300 Mitarbeiter entlassen.
Meist gelesen
stats