Pixelpark: Restrukturierung schlägt auf die Bilanz

Mittwoch, 24. Juni 2009
Pixelpark-Zentrale in Berlin
Pixelpark-Zentrale in Berlin

Die finanziell angeschlagene Agenturgruppe Pixelpark rutscht weiter ins Minus. Der Berliner Internetdienstleister verzeichnet im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatzrückgang von 8,6 Prozent auf 43,4 Millionen Euro (2007: 47,4 Millionen Euro). Der Konzernverlust schnellt auf 32,6 Millionen Euro nach 2,75 Millionen Euro im Vorjahr. CEO Horst Wagner erklärt die Negativentwicklung mit den im Oktober eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie zahlreichen Firmenwertberichtigungen. Außerdem seien die Umsätze der Systemtechnologie unter den Erwartungen geblieben. Die Eigenkapitalquote halbiert sich auf 31,1 Prozent (2007: von 62,2 Prozent). Die Bilanzsumme reduziert sich aufgrund von Wertberichtungen und Firmenverkäufen um 48,1 Prozent auf 30,3 Millionen Euro. Die liquiden Mittel verringern sich auf 3,1 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro 2007.

Das laufende Geschäftsjahr bezeichnet Wagner als "herausfordernd". Dennoch sehe ich das Unternehmen für die kommenden Aufgaben, darunter die Konsolidierung des eigenen Geschäfts, "gut gerüstet".

Pixelpark gab die Geschäftszahlen nur wenige Stunden nach dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Klassikagentur Schindler Parent bekannt. Der Internetkonzern reduzierte seine Anteile von 51 auf 10 Prozent. Käufer ist das Management der Meersburger Kreativschmiede, das künftig 90 Prozent der Anteile hält. brö
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