Pixelpark-Aufsichtsrat tritt geschlossen zurück

Dienstag, 01. April 2003

Nach Vorstandschef Jürgen Richter wirft nun auch der Aufsichtsrat des Berliner Internetdienstleisters Pixelpark das Handtuch: Manuel Cadmus (Vorsitzender), Edwin Eichler (stellvertretender Vorsitzender) und Bernhard Falkenstein haben dem Vorstand ihren Rücktritt zum 30. April mitgeteilt, heißt es in einer knappen Meldung, in der für den Schritt keinerlei Begründung angegeben wird. Namensvorschläge für eine Neuberufung des Gremiums haben weder Aufsichtsrat noch der bis 15. April amtierende Vorstand Jürgen Richter gemacht. Damit dürfte sich die Fraktion um die Neugesellschafter Wolf-Dieter Gramatke und Axel Fischer, die Ende Dezember 2002 jeweils 20,1 Prozent der Anteile an Pixelpark übernommen hatten, durchgesetzt haben.

Trotz seines baldigen Abgangs hat der Aufsichtsrat Schadensersatzklage gegen die Käufer des Logistik-Dienstleisters ZLU eingereicht. In den nächsten Tagen solle zudem auch eine Klage gegen die Pixelpark-Vorstandsmitglieder erhoben werden, die den ZLU-Verkauf zu verantworten haben, heißt es weiter. Der ZLU-Kauf durch Pixelpark war der Hauptstreitpunkt zwischen Vorstandschef Richter und Aufsichtsrat auf der einen Seite und Ex-Vorstandschef Paulus Neef auf der anderen Seite. Auch bei Pixelpark Austria gibt es Neuigkeiten: Der Internet-Dienstleister hat seine 100-prozentige Tochter Pixelpark Austria in Wien in die PXP Software eingebracht. Im Gegenzug hat Pixelpark seine Anteile an PXP von 15 auf 24,5 Prozent erhöht. ems
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