Pixelpark-Aktie verliert deutlich an Wert

Mittwoch, 28. November 2007
Michael Riese
Michael Riese

Der Kurs der börsennotierten Pixelpark-Aktie ist im Zuge einer Verkaufsempfehlung der Analysten von SES Research deutlich eingebrochen. Das Papier, das in der vorigen Woche noch bei knapp über einem Euro notierte, hat zuletzt rund 30 Prozent seines Werts eingebüßt und notiert nun nach einer kleinen Erholung bei 0,73 Euro. Der massive Wertverlust könnte in Zusammenhang mit einem Analystenbericht von SES Research stehen. Die Experten der Hamburger MM-Warburg-Tochter hatten ihre Empfehlung für die Pixelpark-Aktie am Freitag von "Halten" auf "Verkaufen" korrigiert und das Kursziel auf 0,40 Euro gesenkt. Aus den um Konsolidierungseffekte bereinigten Geschäftszahlen des Unternehmens sei kein organisches Wachstum abzulesen. Vielmehr sei die organische Umsatzentwicklung bestenfalls stagnierend und die Gesellschaft operativ defizitär.

Horst Wagner
Horst Wagner
Bei Pixelpark, das SES Research mit einer Analyse beauftragt hatte, sieht man die Dinge naturgemäß anders. "Wir halten den Bericht für unrichtig und widersprüchlich", erklärt das von CEO Michael Riese und COO Horst Wagner geführte Unternehmen. Deshalb sehe man auch keine Veranlassung, eine Umsatzwarnung herauszugeben. Gleichzeitig weist Pixelpark darauf hin, dass es bereits zwei Tage vor Veröffentlichung der SES-Analyse am Freitag voriger Woche massive Aktienverkäufe gegeben habe.

Aus diese Feststellung könnte man den Vorwurf ableiten, dass vorab Informationen aus dem Bericht nach außen getragen wurden. Das wiederum könnte den Verdacht des Insiderhandels nahe legen. "Von unserer Seite sind vor Erscheinen des Berichts definitiv keine Informationen an Dritte weitergegeben worden", wehrt sich SES-Analyst Alexander Braun gegen mögliche Insider-Vorwürfe.
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