Pin Group drückt Ergebnis von Axel Springer ins Minus

Mittwoch, 12. März 2008
Für Mathias Döpfner war die Aufgabe der Pin Group "unausweichlich"
Für Mathias Döpfner war die Aufgabe der Pin Group "unausweichlich"

Axel Springer hat im Geschäftsjahr 2007 das vierte Rekordergebnis in Folge erzielt. Der Gesamtumsatz stieg um 8,5 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro, das Ebitda erreichte 470 Millionen Euro (plus 8,3 Prozent). Bereinigt um Akqusitionseffekte stieg der Umsatz auf 1,2 Prozent. Durch das Debakel mit der Pin Group steht unter dem Strich allerdings ein dickes Minus. Durch die Abschreibung der Investitionen in die Pin Group resultiert ein Fehlbetrag in Höhe von 288,4 Millionen Euro. "Die Entscheidung, unsere Expansion in den Markt für Postdienstleistungen zu stoppen, war aufgrund fundamental veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen unausweichlich", kommentiert Springer-Chef Mathias Döpfner das Ergebnis: "Durch unsere Stärke im Kerngeschäft haben wir den notwendigen Ausstieg jedoch gut verarbeitet."

Die Werbeerlöse legten im Vorjahresvergleich um 14,6 Prozent zu, die Vertrieberlöse stiegen nur leicht auf um 1,8 Prozent. Die Online-Erlöse kletterten um 38,6 Prozent auf 221,7 Millionen und machen damit 8,6 Prozent des Konzernumsatzes aus. Wachstumstreiber waren zudem die Welt-Gruppe und die "Berliner Morgenpost", die 2007 erstmals ein positives Ergebnis erzielten, das Auslandsgeschäft und die Neukonsolidierung des Schweizer Verlages Jean Frey (jetzt Axel Springer Schweiz).
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