Picassos Enkel gestaltet Freitagsausgabe der "Welt"

Freitag, 07. Juni 2013
So aktuell wie schon lange nicht mehr: Picasso auf der Seite 1 der "Welt"
So aktuell wie schon lange nicht mehr: Picasso auf der Seite 1 der "Welt"

Ehegattensplitting für Homesexuelle oder die Hochwasserkatastrophe in Bayern: In ihrer Themenauswahl für die Seite 1 sind sich die überregionalen Tageszeitungen heute meist einig. Nur "Die Welt" zeigt den absoluten Schocker, zumindest den aus dem Jahr 1913: Pablo Picassos "Frauenkopf". Mit einer besonderen Ausgabe, die Bernard Ruiz-Picasso ausschließlich mit Gemälden seines Großvaters gestaltet hat, will das Blatt aus dem Verlag Axel Springer seine Kunstexpertise unter Beweis stellen. Die Auswahl Ruiz-Picassos bietet einen Überblick über Picassos künstlerische Entwicklung durch die blaue" und rosa Periode" bis zum Kubismus und zeigt nur Gemälde, die im Jahr 1913 in Deutschland ausgestellt waren oder sich in einer deutschen Privatsammlung befanden. Außerdem beschreiben Picasso-Kenner wie Biograf John Richardson, Kunsthistoriker Olivier Berggruen und der frühere Nationalgalerie-Direktor Peter-Klaus Schuster die Veränderungen der damaligen Kunstwelt durch das Wirken des spanischen Künstlers. "Dass eine Tageszeitung wie ,Die Welt' sich der Aufgabe annimmt, diese Revolution nachzuzeichnen, ist eine großartige Sache," sagt Ruiz-Picasso.

Für Jan-Eric Peters, Chefredakteur Welt-Gruppe, beleuchtet Picassos Enkel ein außergewöhnliches Kapitel der deutschen Geschichte. Die besondere Akzentuierung soll übrigens keine einmalige Aktion bleiben: Für Herbst hat Peters eine Welt"-Ausgabe mit einem zeitgenössischen Künstler angekündigt. kl

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