"Petra" macht sich hübsch für harte Zeiten

Dienstag, 13. Januar 2009
Die erst neu gestaltete "Petra" erscheint diesen Donnerstag
Die erst neu gestaltete "Petra" erscheint diesen Donnerstag

Der Jahreszeiten Verlag (Jalag) deutet den Relaunch seines Frauenmagazins "Petra" zum Beginn des allseits befürchteten Krisenjahres 2009 als besondere Chance – gerade im Anzeigenmarkt. Dass der Jalag ins Blatt investiere und Neues wage, sei in den Präsentationen vor Werbungtreibenden und Agenturen positiv aufgenommen worden, berichtet Geschäftsführer Jan Klage. „Die Vorbuchungen liegen über Vorjahr“, sagt Objektleiter Michael Silvio Kusche: Man habe etliche neue Kunden gewinnen können. Über den „Petra“-Relaunch hatte HORIZONT.NET bereits im vergangenen Oktober berichtet. Ab der Februar-Ausgabe, die am Donnerstag dieser Woche erscheint, erhält das Monatsblatt eine dreigeteilte Struktur. News und Tipps stehen im Ressort „Petras Welt“, Mode- und Beautythemen in „Petras Look“, es folgt der Magazinteil „Petras Life“ mit Themen wie Partnerschaft und Job. Außerdem möchte Ulrike Fischer, Chefredakteurin seit Anfang 2005, ihr Blatt „meinungsfreudiger, lebensnäher und mit mehr Witz“ gestalten. Zielgruppe sind berufstätige Frauen zwischen 30 und 45 Jahren.

Außerdem wird „Petra“ fortan im selben, größeren Format wie etwa „Cosmopolitan“ und „Maxi“ erscheinen. Der Copypreis bleibt bei 2,50 Euro. Um jüngere Frauen anzusprechen, gibt es künftig parallel eine Pocketausgabe (1,50 Euro) und sporadisch eine dritte, teurere Variante mit Extras wie DVDs. Parallel läuft eine Werbekampagne mit hoch einstelligem Millionbudget in Print, TV, Plakat, am PoS und im Internet (Agentur: KNSK, Hamburg).

Dem Relaunch vorausgegangen war umfangreiche Marktforschung. Ziel war es, die Relevanz von „Petra“ zu erhöhen und das Heft klarer von anderen Frauenmagazinen abzugrenzen – auch von „Für Sie“ und „Vital“ aus dem eigenen Haus. Diese beiden Jalag-Titel wurden bereits im vergangenen Jahr umgestaltet. In den ersten drei Quartalen 2008 verkaufte „Petra“ im Schnitt 267.841 Hefte, das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In die Sparten Abo und Einzelverkauf fielen davon zuletzt jedoch nur rund die Hälfte. rp
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