Personalabbau befürchtet: Berliner Verlag muss sparen

Donnerstag, 20. September 2012
Michael Braun ist Geschäftsführer des Berliner Verlags
Michael Braun ist Geschäftsführer des Berliner Verlags

Nicht nur bei der WAZ, auch in Berlin wird offenbar der Rotstift angesetzt: Der Berliner Verlag, in dem unter anderem die "Berliner Zeitung" und der "Berliner Kurier" erscheinen, plant Einsparungsmaßnahmen. Dies sagte eine Sprecherin des Medienhauses M. DuMont Schauberg (MDS), zu dem der Berliner Verlag gehört, gegenüber der Nachrichtenagentur dapd und bestätigte damit einen Bericht von "Kress". Worin die Maßnahmen bestehen, erläuterte die Sprecherin nicht näher, nur so viel: es würden derzeit verschiedene Möglichkeiten geprüft. Anlass war ein Schreiben des Konzernbetriebsrats des Verlags gewesen, das die Sorge vor einer "Kündigungswelle in Redaktion und Verlag" ausdrückt. Im Wortlaut heißt es darin: "Die Betriebsräte haben die Geschäftsführungen aufgefordert mitzuteilen, ob Gerüchte zutreffen, nach denen beim Anzeigenblatt Berliner Abendblatt die komplette Redaktion durch 400-Euro-Kräfte ersetzt werden soll. Außerdem wollen die Betriebsräte wissen, ob beim Boulevardblatt Berliner Kurier jede siebte Stelle gestrichen und in der Redaktionsgemeinschaft der Berliner Zeitung mit der Frankfurter Rundschau 15 bis 20 Stellen abgebaut werden sollen."

Die Betriebsräte wollen zudem von Kündigungen könnte in Dokumentation und Poststelle wissen, unbestätigt sei darüber hinaus "eine gemeinsame Vermarktung der Stadtmagazine Tipp und Zitty". Zudem will der Betriebsrat von Prognosen des Verlags erfahren haben, laut denen das Unternehmen in die Verlustzone rutschen könnte. Grund für die Sparmaßnahmen soll der Umsatzeinbruch im Anzeigengeschäft sein.

Es wäre nicht das erste Mal, dass der Berliner Verlag mit Personaleinsparungen auf eine angespannte Finanzsituation reagiert. Bereits 2009, nachdem MDS das Verlagshaus von dem britischen Investor Montgomery übernommen hatte, wurde Personal abgebaut - auch damals waren Rückgänge bei den Anzeigenumsätzen der Grund. ire
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