Permira will Pro Sieben Sat 1 und SBS fusionieren

Mittwoch, 22. November 2006
"Fertige Pläne in der Schublade"
"Fertige Pläne in der Schublade"

Die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts (KKR) wollen Pro Sieben Sat 1 und SBS Broadcasting zusammenführen, falls sie den Zuschlag für die Münchner TV-Gruppe bekommen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, haben die beiden Finanzinvestoren bereits fertige Pläne für den Fall einer Übernahme in der Schublade. Sitz des TV-Konzerns, der unter dem Dach von Pro Sieben Sat 1 entstehen soll, wird demnach auch weiterhin Unterföhring sein. Die Börsennotierung in Frankfurt soll ebenso bestehen bleiben wie das derzeitige Management unter Pro-Sieben-Sat-1-Chef Guillaume de Posch. Im Falle einer Übernahme würden ein TV-Konzern mit einem Umsatz von über 3 Milliarden Euro und damit eine der größten europäischen Sendergruppen entstehen.

Permira und KKR hatten SBS im Herbst 2005 für etwa 1,7 Milliarden Euro übernommen. Im Bieterwettkampf um Pro Sieben Sat 1 sind derzeit neben Permira und KKR noch ein Konsortium aus Apax und Goldman Sachs, der Kapitalinvestor CVC und die türkische Mediengruppe Dogan im Rennen. Bis zum 12. Dezember müssen die Interessenten nun verbindliche Angebote vorlegen. dhe

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