Permira räumt Fehler bei Pro Sieben Sat 1 ein

Montag, 10. November 2008
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Der Finanzinvestor Permira, zusammen mit KKR Hauptanteilseigner der angeschlagenen Sendergruppe Pro Sieben Sat 1, denkt nicht an einen schnellen Rückzug. „Wir stehen dauerhaft hinter Pro Sieben", sagt Thomas Krenz, Chairman und Deutschland-Chef von Permira im Interview mit dem „Spiegel". Man sei auch weiterhin von der Strategie bei dem TV-Konzern überzeugt: „Natürlich ist die Sendergruppe zurzeit nicht dort, wo wir sie uns wünschen würden. Aber wir machen das Unternehmen wetterfest. Und strategisch hat sich an unserer Einschätzung nichts geändert." Zugleich räumt der Manager aber auch Fehler ein: „Ich sage ja gar nicht, dass in diesem Fall alles glatt lief. Auch wir machen Fehler und können nicht über Wasser gehen, sondern stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden." Die Perspektiven bewertet Krenz jedoch positiv. Durch den Zusammenschluss mit SBS Broadcasting habe Pro Sieben Sat 1 heute ganz andere Wachstumsmöglichkeiten als zuvor. Gleichwohl hat der Finanzinvestor die Beteiligung an der Sendergruppe intern deutlich abgewertet. Momentan liege die Bewertung bei etwa 20 Prozent des Einstiegskurses. „Das ist aber nur eine Momentbetrachtung und hat nichts mit unseren Zukunftsplänen zu tun", versichert Krenz. dh
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