Permira-Chef: Kein Zeitdruck bei Pro Sieben Sat 1

Montag, 06. Juni 2011
 Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser
Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser

Der Finanzinvestor Permira hat einem schnellen Ausstieg bei Pro Sieben Sat 1 erneut eine Absage erteilt. Es gebe "überhaupt keinen Zeitdruck, dort heute oder morgen auszusteigen", sagt Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Permira ist seit Ende 2006 zusammen mit dem Finanzinvestor KKR Hauptgesellschafter des Münchner TV-Konzerns. Einige Marktbeobachter hatten mit einem Ausstieg der beiden Finanzinvestoren noch in diesem Jahr gerechnet, nachdem Pro Sieben Sat 1 seinen Gewinn im vergangenen Jahr verdoppeln konnte und sich der Aktienkurs nach dem Ende der Finanzkrise wieder deutlich erholt hat. 

"Wir sind langfristig orientiert", tritt Rockenhäuser entsprechenden Spekulationen erneut entgegen: "Wir sind mit der Entwicklung von Pro Sieben Sat 1 sehr zufrieden. Das Unternehmen ist mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte aus der Krise gekommen. Das Management hat die richtigen Weichen gestellt, was der Kapitalmarkt ja auch goutiert."

Offenbar geht der Finanzmanager davon aus, dass die positive Entwicklung bei Pro Sieben Sat 1 noch fortsetzt: "Das Management hat eine auf vier Säulen beruhende Wachstumsstrategie, die aus meiner Sicht noch viel Positives erwarten lässt. Insofern blicken wir mit Optimismus in die Zukunft und empfinden überhaupt keinen Zeitdruck, dort heute oder morgen auszusteigen". Ähnlich hatte sich der Permira-Chef bereits Anfang des Jahres geäußert. dh
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