Performance-orientierte Werbung legt zu

Mittwoch, 29. Oktober 2008
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Die Bedeutung von performance-orientierter Werbung und E-Commerce-Angeboten für die Refinanzierung von Verlagen im Netz wird bis 2011 überproportional stark wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Digitale Erlösquellen für Verlage", die der VDZ zusammen mit dem Beratungsunternehmen KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität durchgeführt hat. Für die Studie, die diesen Mittwoch auf den Medientagen München vorgestellt wird, wurden 78 Führungskräfte befragt. Sie gibt Aufschluss darüber, welche Online-Geschäftsmodelle künftig welchen Umsatzbeitrag leisten sollen.

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Gemessen an ihrem Gesamtumsatz ist der Umsatzbeitrag Web-basierter Modelle noch gering: Gerade einmal 5,4 Prozent haben die Verlage 2007 hier erwirtschaftet. Doch bis 2011 soll der Anteil auf durchschnittlich 13 Prozent wachsen. Wichtigste Umsatzquelle im Netz war 2007 die klassische Werbung. An 2. Stelle liegt die Online-Abonnement-Generierung, die heute bereits von 77 Prozent der Verlage eingesetzt wird. Drittgrößte Umsatzquelle ist der elektronische Handel - fast drei von fünf Verlagen haben bereits E-Commerce-Angebote integriert und erzielen damit rund 10 Prozent ihres Online-Umsatzes.

Die Studie wirft auch einen Blick ins Ausland. "Es ist auffällig, dass Verlage in Ländern wie den USA und Polen ihre Anzeigenvermarktung zentralisiert haben. Diese Tendenz beobachten wir jetzt auch in Deutschland", sagt Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Digitale Medien und Neue Geschäftsfelder beim VDZ. Demnach haben hierzulande bereits 40 Prozent eine zentrale Anzeigenvermarktung aufgebaut, weitere 17 Prozent planen dies. Auch auf Redaktionsseite soll zusammengefasst werden: Weitere 33 Prozent (heute: 29 Prozent) beabsichtigen, eine zentrale Redaktion zu schaffen. se

Die ausführliche Studie lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 44/2008, die am Donnerstag, 30. Oktober erscheint.
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