"Perfect Ink": Springer sticht mit Tattoo-Magazin in den Markt

Mittwoch, 10. Juli 2013
"Perfect Ink" kostet 6,90 Euro
"Perfect Ink" kostet 6,90 Euro

Dieser Launch geht unter die Haut: Axel Springer, sonst kaum als Verlag für Szene- und Subkulturhefte bekannt, testet eine für sich neue Zeitschriftennische. Ende dieser Woche kommt das Tattoo-Magazin "Perfect Ink" auf den Markt, zum Copypreis von 6,90 Euro und in einer Druckauflage von rund 100.000 Exemplaren. Springer verspricht auf 124 Heftseiten in den drei Rubriken "Magazin", "Mein Tattoo" und "Im Studio" vorab "alles rund ums Tätowieren und die Tattoo-Szene". Zielgruppe sind Fans und Neueinsteiger auf dem Gebiet dieser Körperkunst. Entwickelt wurde das Heft in Springers Männermediensparte (Auto-, Computer- und Sportmagazine) unter Geschäftsführer Hans Hamer, inhaltlich verantwortlich ist "Computer Bild"-Chefredakteur Axel Telzerow.

"Vor 20 Jahren waren höchstens Matrosen und Luden auf der Reeperbahn tätowiert, inzwischen hat sich das gewaltig geändert", sagt Telzerow: Tattoos seien salonfähig geworden. "Leider ist die Presse nicht mitgewachsen, es gibt aus meiner Sicht keine gutgemachten, seriösen Magazine", sagt er. Diese Lücke wolle man besetzen. Ähnlich wie zuletzt Springers Sondermagazine "E-Home" und "Der Griller" darf man auch "Perfect Ink" erstmal als Testausgabe verstehen, die nur bei Erfolg in Serie geht. rp

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