Per Handschlag zum Deal: Die Verlockungen des Mobile Marketings

Freitag, 23. September 2011
Frank Bachér, Managing Director Marketing & Sales bei Interactive Media
Frank Bachér, Managing Director Marketing & Sales bei Interactive Media

In vielen werbungtreibenden Unternehmen gilt Mobile noch als Zubrot zum klassischen Mediamix. Was für Chancen der Kanal wirklich bietet, ließ sich live auf der Dmexco beim Panel zum Thema Mobile Marketing beobachten: Robert Bosch, Senior Vice President Business Development bei dem Rabattanbieter Groupon, musste nur zwei Sätze sprechen, um eine neue Kundin begrüßen zu können. Ulrike Bärsch, Head of Brand Connection Planning bei dem Konsumgüterriesen Beiersdorf, zeigte sich vom Wirkungsgrad mobiler Werbekampagnen wenig überzeugt. Bei dem Nivea-Konzern gilt Mobile bislang als Teil eines ganzen Pakets, zumal "TV unsere Produkte nach wie vor sensationell abverkauft", wie Bärsch bestätigt. Als jedoch der Groupon-Manager Bosch neckisch von der Seite anbot, Beiersdorf 500 neue Kunden über Groupon-Deals zu besorgen, bekam auch die zuvor skeptische Bärsch glänzende Augen. Per Handschlag besiegelten die beiden auf der Bühne eine Kooperation - ob daraus auch eine Business-Partnerschaft wird, bleibt abzuwarten.

Womöglich ist der potentielle Groupon-Deal auch Teil der Politik der kleinen Schritte, die Beiersdorf im Bereich Mobile unternimmt. Bislang wurden nur die "For Men"-Produkte über diesen Kanal beworben. Kein Wunder, stünden einem Mobile-Kunden neun Online-Käufer gegenüber, wie Frank Bachér, Managing Director Marketing & Sales bei Interactive Media ausführt. Doch mit der steigenden Verbreitung mobiler Endgeräte werde auch Mobile-Marketing weiter anziehen, ist sich das Panel sicher. Carsten Frien, CEO beim Online-Vermarkter Madvertise, berichtet, dass in seinem Hause zunehmend über integrierte Kampagnen nachgedacht würde, die Mobile neben die klassichen Kanäle stelle. Und Christian Röpke, Geschäftsführer bei "Zeit Online" bestätigt: Wer mehr Erlöse generieren wolle, müsse Mobile von Anfang an in die Marketing-Strategie einbeziehen, denn: "Mobile ist kein Abfallprodukt mehr." ire
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