Paysafecard plant 30-Millionen-Kampagne in Deutschland

Mittwoch, 06. Juni 2001

Eine Lösung von Payment-Problemen im Internet will das Düsseldorfer Unternehmen Paysafecard gefunden haben. "Der Webkunde ist es gewohnt, mit diesem Zahlungsmittel umzugehen, und der Onlinehändler bekommt ohne aufwenige Bonitätsprüfung garantiert sein Geld", betont Marketingleiterin Katharina Koetz.Das Angebot ist zwar nicht ganz neu, denn auch die Deutsche Telekom hat ein ähnliches Produkt in der Schublade, allerdings ist die Marketing- und Vertriebsoffensive der Düsseldorfer Aktiengesellschaft Paysafecard.com konsequent.

Die Prepaid-Card soll sukzessive über Vertriebswege wie Internetcafés, Lotto-Toto-Annahmestellen, Tabakgeschäfte, Tankstellen und über den Bertelsmann Buchclub verkauft werden. Insgesamt ist bis Ende 2001 die Präsenz in rund 10.000 Outlets geplant. Angeboten werden Cards im Wert von 50, 100 und 200 Mark. Für Jugendliche unter 18 Jahre wird ein eigenes Produkt entwickelt. Bislang akzeptieren 60 Webshops das Angebot, die größten Händler muss Paysafecard allerdings noch überzeugen.

Im September startet eine Werbekampagne in allen Medien. Eine Agentur wird gesucht. Der Etat liegt voraussichtlich bei über 30 Millionen Mark. Die Commerzbank, die Bawag Bank für Arbeit und Wirtschaft und IBM stehen als strategische Partner zur Seite. Paysafecard wurde im April 2000 gegründet und hat bereits Töchter in der Schweiz und Österreich. Die Expansion in Europa ist 2002 vorgesehen. In Deutschland wird Paysafecard als Zahlungsmittel von der Commerzbank verwaltet und ausgegeben.
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