Paybox stellt seinen Bezahldienst in Deutschland ein

Donnerstag, 23. Januar 2003

Paybox, der Anbieter für mobile Bezahlsysteme, stellt seinen Dienst in Deutschland vorerst ein. Die rund 700.000 Nutzer können ab sofort nicht mehr über Paybox mit dem Handy bezahlen. Hintergrund: Paybox verabschiedet sich in Deutschland, Großbritannien und Schweden vom Endkundengeschäft. Der spanische Dienst wird möglicherweise vom Management übernommen. Lediglich in Österreich wird das Paybox-System weitergeführt: Hier wird es von Telekom Austria übernommen.

"In Österreich ist uns viel schneller eine Marktdurchdringung gelungen", so Peter Seipp, Marketingvorstand der internationalen Muttergesellschaft Paybox Net, gegenüber HORIZONT.NET. In Deutschland dagegen sei es nicht gelungen, die kritische Masse von ein bis zwei Millionen Nutzern zu erreichen, obwohl immerhin 900 Onlineshops angeschlossen waren, unter anderem die Angebote von Media Markt und L’tur. Dieses Ziel ist zudem in weite Ferne gerückt, da die Deutsche Bank Ende 2002 ihre Anteile von 83 Prozent an das Paybox-Management zurückgegeben hat. Künftig will sich Paybox in Deutschland ausschließlich auf das B2B-Geschäft mit Payment-Lösungen konzentrieren. Vom internationalen Team, das Ende 2002 rund 100 Mitarbeiter zählte, werden laut Seipp 25 bis 40 übrigbleiben, davon rund 20 in Deutschland. Paybox-Chef bleibt Mathias Entenmann.

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