Paul Mudter: "Instream vereint Vorteile von Online und TV"

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Paul Mudter betont die Vorteile von Instream-Werbung
Paul Mudter betont die Vorteile von Instream-Werbung

In-Page oder In-Stream, das ist die Frage. Die Position von Paul Mudter, Geschäftsleiter IP Deutschland, ist klar: "In-Stream vereint die Vorteile von Online und TV: Es ist so emotional und involvierend wie Fernsehen und dazu noch interaktiv." Zudem habe In-Stream-Werbung wie Pre-Rolls eine "extrem hohe Aufmerksamkeit" beim Nutzer. Das sagt Mudter heute in Berlin auf der Bewegtbild im Web-Konferenz des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). Dem hält Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media, dagegen: "Aufmerksamkeit ist nur ein Parameter." Bei der Wirkung liege In-Stream jedoch hinter In-Page, da der Unterbrecherwerbungsansatz aus dem TV online nicht funktioniere. "Diesen Zwang kann ich bei In-Page komplett vermeiden", so Ehrlich.

Doch ist die Diskussion überhaupt die richtige? Aus Sicht von Klaus Ahrens, Geschäftsführender Gesellschafter der Pilot Group, ist das Problem ein anderes: "Wachstum ist der Flaschenhals", so Ahrens. Seine Forderung deshalb: "Schafft Inventar, schafft Content!" Denn solange nicht genügend Inventar vorhanden sei, könne auch nicht mehr Wachstum erreicht werden - trotz allen Potenzials.

Auch der Ruf nach Kennzahlen wird laut. "Wir brauchen eine entsprechende Währung, um Werbung über alle Kanäle zu ermöglichen", findet Holger Schöpper, Country Manager Videoplaza. "Die Kunden wollen Metriken!" UIM-Vorstand Ehrlich mahnt jedoch zu mehr Geduld: Die Branche habe schon einmal den Fehler gemacht, sich überstürzt auf eine Währung zu einigen, die irrelevant für die Wirkung ist - der Klick. "Wenn Sie nicht messen können, ob Sie auf einem Feldweg oder einer Autobahn fahren, dann wissen Sie auch nicht, ob 140 km/h zu schnell sind." sw
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