Partnerschaft zwischen Yahoo und Google weckt Befürchtungen

Dienstag, 24. Juni 2008
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In den USA mehren sich die Stimmen, die sich kritisch über die Kooperation zwischen Google und Yahoo im Werbegeschäft äußern. Nicht nur Werbeexperten fürchten eine Wettbewerbsverzerrung und steigende Preise. Auch der amerikanische Kongress hat das Thema auf seine Agenda gesetzt. Dies berichtet das amerikanische Branchenmagazin "Adage" auf seiner Website.

Insgesamt fünf Ausschüsse beschäftigen sich derzeit mit dem Deal. Neben den Fragen zum Wettbewerbsrecht geht es hier vor allem um den Datenschutz. "Es gibt zunehmend Bedenken über das Sammeln von Nutzerdaten für Online-Werbung, den Austausch dieser Informationen und die Fähigkeit der User, ihre persönlichen Daten im Netz kontrollieren zu können", sagt ein Assistent von US-Senator Byron Dorgan.

Angesichts dieser großen Bedenken befürchten Marktbeobachter, dass neben den beiden Konzernen Google und Yahoo nun der gesamte Onlinewerbemarkt unter genauer Beobachtung durch den Gesetzgeber steht und dieser möglicherweise seine Bestimmungen verschärft.

In den nächsten Wochen stehen zahlreiche nicht-öffentliche Anhörungen an. Die Rechtsabteilung des Kongresses wird die größten Werbekunden von Google und Yahoo dazu befragen, inwieweit sich durch die Partnerschaft der Wettbewerb verzerrt, die Preise für Online-Werbung steigen und der Datenschutz gefährdet ist.
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