Park Avenue für 1 Euro: G+J lässt sich auf Preiskrieg ein

Freitag, 16. Februar 2007
"Park Avenue" kopiert den Billigpreis
"Park Avenue" kopiert den Billigpreis

Gruner + Jahr schlägt zurück und lässt sich - entgegen anderslautenden Beteuerungen zuvor - auf ein Preisscharmützel mit Condé Nast ein: Nachdem Condé Nasts neues Wochenblatt "Vanity Fair" in der vergangenen Woche zum Kampfpreis von 1 Euro auf den Markt gekommen ist, zieht G+J nun mit seinem monatlichen Society-Titel "Park Avenue" nach. Die März-Ausgabe (EVT: Mittwoch, 21. Februar) erscheint ebenfalls zum Copypreis von 1 Euro. Zuvor kostete das Hochglanzmagazin 5 Euro, bis Herbst vergangenen Jahres sogar 6 Euro. "Wir sehen "Vanity Fair" konzeptionell im Segment von "Park Avenue" und möchten jetzt den Lesern die Möglichkeit geben, zu gleichen preislichen Bedingungen ihre Entscheidung zu treffen", lässt sich "Park Avenue"-Verlagsleiterin Gabriele Saß zitieren. Die Begründung verwundert, hatte G+J doch auch mit Blick auf "Vanity Fairs" Preisstrategie stets Unverständnis darüber geäußert, eine als hochwertig positionierte Zeitschrift zum Billigpreis zu verkaufen. G+J behält sich dem Vernehmen nach vor, auch weitere Ausgaben für 1 Euro zu verkaufen.

"Park Avenue"-Chefredakteur Andreas Petzold kann sich derweil einen Seitenhieb auf die neue wöchentliche Konkurrenz nicht verkneifen und stellt den Monatsrhythmus seines Magazins als Vorteil dar: "Wir fokussieren uns auf journalistisch herausragende Geschichten und nehmen uns ausreichend Zeit für Recherche und Schreibe." Zudem wird die März-Ausgabe von "Park Avenue" mit Print- und PoS-Werbung, einer reichweitenstarken Funk-Kampagne sowie mit Bannerwerbung beworben. rp

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