Paid Content: Studie belegt Zahlungsbereitschaft der User

Dienstag, 17. November 2009
Vor allem Lokalnachrichten und fachspezifische Berichterstattung sind für Kunden von Interesse
Vor allem Lokalnachrichten und fachspezifische Berichterstattung sind für Kunden von Interesse

Laut einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) besteht bei Kunden mehrheitlich die Bereitschaft, für Online-Nachrichten zu bezahlen. Die BCG befragte 5.000 Menschen aus neun Ländern, ob sie Geld für News ausgeben würden, die ihnen im Internet oder auf mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt werden. Das weitgehend positive Ergebnis widerspricht der allgemeinen Auffassung, dass Paid Content im Internet von den Nutzern nicht angenommen wird. Vor allem Lokalnachrichten und fachspezifische Berichterstattung sind für Kunden von Interesse. Über 60 Prozent der Befragten können sich vorstellen, für solche Informationen zu bezahlen. Bei News, die bereits kostenlos auf einer Vielzahl von Webseiten aufzufinden sind, ist jedoch keine Zahlungsbereitschaft vorhanden.

Generell ist das Interesse an Paid Content aus der Hand von Tageszeitungen bei den Befragten am größten. News von Fernsehsendern, Webseiten und Onlineportalen hingegen werden als nur wenig attraktiv eingestuft. Gerade Lokal- und Regionalzeitungen, die exklusive Nachrichten aus dem direkten Umfeld des Lesers anbieten, könnten somit von diesen Studienergebnissen profitieren. Erfolgsversprechend wäre laut BCG auch eine Kombination aus Print- und Online-Abonnement: 52 Prozent der US-Konsumenten von Wirtschaftsnachrichten wären an einem solchen Modell interessiert.

Neben dem bloßen Inhalt spielen jedoch auch Faktoren wie Erscheinungshäufigkeit und Standortunabhängigkeit eine Rolle: Stetig aktualisierte Nachrichtendienste und die Lieferung der Meldungen auf ein Endgerät ihrer Wahl machen für die Befragten die Attraktivität von Paid Content aus. Durchschnittlich wären die Nutzer bereit, monatlich drei bis sieben Dollar für Online-Informationen auszugeben. hor
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