Paid Content: Murdoch will Onlinenews kostenpflichtig machen

Freitag, 07. August 2009
Rupert Murdoch: "Qualitätsjournalismus ist nicht billig"
Rupert Murdoch: "Qualitätsjournalismus ist nicht billig"

Rupert Murdoch reagiert auf die Werbekrise: Angesichts roter Zahlen will der Medienmogul im Internet alle Nachrichtenangebote seines weltweiten Konzerns News Corporation kostenpflichtig machen. Die digitale Revolution habe viele neue Vertriebswege eröffnet, sagte Murdoch in New York. "Aber sie hat Inhalte nicht gratis gemacht. Qualitätsjournalismus ist nicht billig."

Sein Wirtschafts-Flaggschiff "Wall Street Journal" setzt im Web bereits zum Teil auf ein kostenpflichtiges Abo-Angebot. Noch in diesem Jahr will der US-Milliardär seinen Plan umsetzen und bei den Nutzern kassieren.

Zu Murdochs Medienimperium News Corp. zählen neben dem "WSJ" auch das britische Traditionsblatt "The Times" sowie die Boulevardblätter "The Sun" und die "New York Post". Der Medienkonzern muss mit hohen Verlusten fertigwerden. Für sein vergangenes Geschäftsquartal hat das Unternehmen einen Verlust von 203 Millionen US-Dollar gemeldet. Verlustbringer waren vor allem die Internet-Sparte mit Fox Interactive Media, zu der auch das soziale Netzwerk Myspace gehört.

Immer mehr Medienhäuser denken über eine solche Abkehr von Gratis-News im Internet nach. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, ist optimistisch, dass sich mit digitalen Bezahlinhalten doch noch Geld verdienen lässt. Döpfner setzt dabei vor allem auf mobile Endgeräte. jm
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