PWC: Werbekrise zieht sich über Jahre hin

Dienstag, 16. Juni 2009
Die Ausgaben für TV-Werbung sollen in Westeuropa bis 2013 jährlich um 0,9 Prozent sinken
Die Ausgaben für TV-Werbung sollen in Westeuropa bis 2013 jährlich um 0,9 Prozent sinken

Schlechte Nachrichten für Medienhäuser: Die globale Werbekrise wird wohl länger andauern als befürchtet. Davon geht jedenfalls PWC aus. Laut einer Studie, die am heutigen Dienstag vorgestellt wird, erwartet das Beratungshaus, dass die weltweiten Spendings auch in den kommenden Jahren zurückgehen werden. So sollen die Ausgaben der Unternehmen für TV-Werbung in Westeuropa, Afrika und dem Mittleren Osten von 2009 bis 2013 zwar weder abnehmen noch steigen. Die Werbeerlöse der Zeitungen sollen jedoch um 1,6 Prozent einbrechen. Das Wachstum im Internet soll nur mäßig ausfallen. In Deutschland sollen die Investitionen in Werbung zwischen 2009 und 2013 voraussichtlich um 1,8 Prozent auf knapp 15,9 Milliarden Euro zurückgehen.

Wegen der schwachen Werbekonjunktur rechnet PWC für das laufende Jahr damit, dass die Medien- und Unterhaltungsindustrie erstmals seit Beginn des Internetbooms schrumpfen wird. Die Experten erwarten im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 3,9 Prozent auf knapp 1350 Milliarden Dollar. Wachsende Werbesegmente sind in den kommenden fünf Jahren nach PWC-Einschätzung nur noch die Außenwerbung, Onlineanzeigen und Werbung in Videospielen. mas
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