PWC-Prognose: Mobile Gaming stützt die Videospiel-Branche

Donnerstag, 12. August 2010
PWC durchleuchtet den Gaming-Markt
PWC durchleuchtet den Gaming-Markt

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers verbuchte die deutsche Videospiel-Branche zwar im vergangenen Jahr Umsatzeinbrüche, soll sich aber bis 2014 wieder erholen. Vor allem Onlinespielen und Mobile-Gaming wird großes Wachstumspotential vorausgesagt. 2009 gaben Konsumenten für Software und Online-Games 1,8 Millionen Euro aus - 2,4 Prozent weniger als 2008. Für das laufende Jahr prophezeit PWC einen leichten Aufwärtstrend von 0,4 Prozent auf circa 1,81 Millionen Euro. Für 2011 wird von einer Zunahme von 1,5 Prozent ausgegangen, ab 2012 erwartet man Wachstumsraten von bis zu fünf Prozent.

Der größte Umsatzzuwachs der kommenden Jahre wird für die Online-Spieleindustrie und Mobile-Gaming vorhergesagt. 2009 lagen die Erlöse aus Abogebühren und Micro-Transaktionen mit Onlinespielen in Deutschland bei 203 Millionen Euro. Bis 2014 berechnet PWC einen Anstieg um rund 11,2 Prozent auf 330 Millionen Euro. Spiele für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets wie das iPad könnten 2014 eine Umsatzsteigerung auf rund 80 Millionen Euro einbringen - und das allein in Deutschland.

"Das Internet hat für die Spieleindustrie eine sehr hohe Bedeutung. Besonders interessant sind sogenannte "Free-to-play"-Geschäftsmodelle wie bei Farmville, bei denen das eigentliche Spiel kostenfrei ist, man seinen Spielspaß aber auch durch Zukauf von Gegenständen oder Ausrüstungen steigern kann", meint Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PWC.

PWC zufolge bleiben Konsolenspiele trotz der wachsenden Bedeutung von Online-Spielen der wichtigste Umsatzträger des Fachgebietes. Im laufenden Jahr bremsen rückgängige Preise für Konsolenspiele zwar das Wachstum, dennoch prophezeit Ballhaus einen Umsatzschub durch neue interaktive Steuerungselemente wie Kinect für die Xbox 360 und Move für die Playstation 3. PWC geht daher bis 2014 von einem Umsatzanstieg bei Konsolenspielen um rund 6,6 Prozent auf 1,45 Millionen Euro aus. hor
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