PMG und Netclipping dürfen weitermachen

Mittwoch, 20. März 2002

Im Streit um Urheberrechte an redaktionellen Inhalten haben die Anbieter von elektronischen Pressespiegeln einen Etappensieg errungen. Die von insgesamt sieben deutschen Verlagshäusern gegründete Presse-Monitor-Gesellschaft (PMG) darf vor erst ihren Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten.

Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), das dem Unter nehmen Anfang März 2002 seine Tätigkeit untersagt hatte, will bis zum endgültigen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts auf Sanktionen gegenüber der PMG verzichten. Das Urteil wird für Ende April erwartet.

Die Presse-Monitor-Gesellschaft bietet seit April vergangenen Jahres Rechte an elektronischen Pressespiegeln im Internet an. Hinter der PMG stehen der Axel-Springer-Verlag, Hubert Burda Media, die "FAZ", Gruner + Jahr, der Spiegel-Verlag, die "Süddeutsche Zeitung", die Verlagsgruppe Handelsblatt sowie die Verlegerverbände BDZV und VDZ.

Auch das in Weiden ansässige Unternehmen Pressline darf seinen elektronischen Pressespiegeldienst Net-clipping.de weiterführen. Damit hat sich das Unternehmen gegen den Süddeutschen Verlag durchgesetzt, dessen Internettochter SV Online die Verbreitung elektronischer Pressespiegel durch Pressline gerichtlich untersagen lassen wollte. Die Klage ist unterdessen jedoch vom Landgericht München ab gewiesen worden.

Nach Einschätzung des Gerichts handelt es sich bei Netclipping um einen reinen Recherche- und Informationsdienst, der die Rechte der Urheber nicht verletzt. Pressline bietet Unternehmen seit Mitte 2000 die redaktionelle Auswertung von Onlinemedien in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA an.
Meist gelesen
stats