Ortsnetzöffnung kostet Deutsche Telekom in diesem Jahr 50 Millionen Euro

Montag, 07. Juli 2003

Gut zwei Monate nach der Öffnung des Ortsnetzes für Call-by-Call-Anbieter hat die Deutsche Telekom rund 6 Prozent Marktanteil an seine Wettbewerber verloren. Josef Brauner, Vorstand der Festnetzsparte T-Com, rechnet laut "FTD" damit, dass der Marktanteil weiter zurückgehen wird. "90 Prozent Marktanteil werden wir im Ortsnetz nicht halten können", so Brauner.

In diesem Jahr werde die Ortsnetzöffnung seine Sparte etwa 50 Millionen Euro Umsatz kosten. In den kommenden Jahren würden die Einnahmen der Telekom jährlich um das Doppelte bis Vierfache dessen schrumpfen. Dennoch gibt er sich gelassen: "Wir davon aus, dass in den nächsten zwei Quartalen nichts passieren wird, was wir nicht schon budgetiert haben", so Brauner. Auch von der noch für diese Woche geplanten Öffnung des Ortsnetzes für das sogenannte Preselection-Verfahren, bei dem die Vorwahl der Anbieter fest beim Kunden installiert wird, erwartet die Telekom keine großen Einbußen. mas
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