Oracle und Peoplesoft bekämpfen sich mit Anzeigen

Dienstag, 17. Juni 2003

Begleitet von ganzseitigen Anzeigen in mehreren überregionalen deutschen und US-Zeitungen setzt sich die Übernahmeschlacht zwischen Oracle und Peoplesoft fort. Oracle hatte zuvor in einem feindlichen Übernahmeangebot 5,1 Milliarden US-Dollar oder 16 US-Dollar je Aktie für Peoplesoft angeboten.

Peoplesoft-Chef Craig A. Conway wirft in der Anzeige Oracle vor, mit der feindlichen Übernahme die Ausschaltung des Unternehmens zu verfolgen. Oracle wolle mit der Übernahme sämtliche Peoplesoft-Produkte aufgeben und die Kunden zwingen, auf Oracle-Software umzusteigen. Die geplante Übernahme des Softwarehauses JD Edwards durch Peoplesoft werde weiter fortgesetzt.

Oracle-Chef Larry Ellison wiederum wendet sich mit seiner Forderung "Lasst euch vom Verwaltungsrat nicht eure Wahl wegnehmen" direkt an die Aktionäre von Peoplesoft. Mit dem Anreißer "Bargeld von Oracle" statt einer "unsicheren Zukunft mit dem gegenwärtigen Management" verweist Ellison auch auf den in den letzten Jahren stark gefallenen Peoplesoft-Aktienkurs und die schrumpfenden Neulizenz-Einnahmen. mas
Meist gelesen
stats