Operation am offenen Herzen: "Gottschalk Live" wird schon diese Woche umgebaut

Montag, 19. März 2012
Die Redaktion von "Gottschalk Live" muss den Studiogästen weichen
Die Redaktion von "Gottschalk Live" muss den Studiogästen weichen


Das Erste hat die ersten Rettungsmaßnahmen für die schlingernde Vorabendshow "Gottschalk Live" eingeleitet. Ab dieser Woche moderiert Thomas Gottschalk vor Publikum. Die Redaktion muss ihren Platz im Studio für rund 100 Zuschauer räumen. Offenbar will man nicht viel Zeit verlieren: Der Umbau wird parallel zum Sendebetrieb über die Bühne gehen.
Wie Das Erste mitteilt, können die Zuschauer in dieser Woche Tag für Tag live miterleben, wie sich das alte "Wohnzimmer" in die neue Studiokulisse verwandelt. Die Studiogäste, in dieser Woche unter anderem Oliver Pocher, Barbara Schöneberger oder Ski-Rennläuferin Maria Riesch, sollen beim Umbau live mit anpacken.

Aber nicht nur optisch wird umgebaut, auch inhaltlich wird an der Sendung nachgebessert: Regelmäßige Rubriken und ein klarer Ablauf sollen der zuweilen arg improvisiert wirkenden Sendung mehr Struktur geben. Über weitere Änderungen will Das Erste die Zuschauer laufend informieren.

Offenbar wird auch über einen neuen Sendeplatz für "Gottschalk Live" nachgedacht, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Demnach könnte die Sendung künftig direkt nach dem Boulevard-Magazin "Brisant" um 17.50 Uhr auf Sendung gehen, statt wie bisher um 19.20 Uhr. Womöglich könnte so ein besserere Audience-Flow am Vorabend erreicht werden. Nach "Brisant" brechen die Einschaltquoten des Ersten bislang deutlich ein.

Ob die eiligen Änderungen "Gottschalk Live" doch noch zum Erfolg verhelfen werden, wird sich zeigen. In der vergangenen Woche war die Sendung mehrfach unter die Marke von einer Million Zuschauer abgerutscht, der Marktanteil war zuletzt auf deutlich unter 5 Prozent abgesackt. Das Erste kann die Sendung vorzeitig beenden, sollten die Marktanteile dauerhaft unter der 10-Prozent-Marke liegen. dh
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