Opera-Manager Frank Ziegler fordert Referenzzielgruppe im TV

Montag, 17. Juni 2013
Opera-Manager Ziegler fürchtet versteckte Preisanpassungen
Opera-Manager Ziegler fürchtet versteckte Preisanpassungen

Frank Ziegler, Managing Director von Opera, der Einkaufsunit der Omnicom Media Group, warnt die TV-Vermarkter davor, sich von einer einheitlichen Referenzzielgruppe zu verabschieden. Nach der IP Deutschland hat Anfang Juni auch Konkurrent Seven-One Media angekündigt, künftig nicht mehr auf 14- bis 49-Jährige blicken zu wollen. In der Praxis bedeutet das, dass Seven-One für seine Sender nur noch die aus seiner Sicht relevante Zielgruppe ausweist: Für Sixx sind dies Frauen zwischen 14 und 39 Jahren, für Pro Sieben Erwachsene von 14 bis 39, für Kabel Eins Erwachsene von 14 bis 49 und für Sat 1 Erwachsene zwischen 14 und 59 Jahren. Auf diese Zielgruppe hat sich seit März auch IP Deutschland eingeschossen. Die Kölner weisen die Quoten aller Sender seither nur noch für 14- bis 59-Jährige aus.

Wenn Seven-One im August in der Kommunikation auf das neue Ausweisungsverfahren umschwenkt, wird ein direkter Vergleich der Sender schwieriger. Aus Kundensicht begrüßt Opera-Geschäftsführer Ziegler gegenüber HORIZONT.NET den Schritt ."Wir haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass wir die Leistungsentwicklung auf Basis der für unsere Kunden relevanten Zielgruppen bewerten und nicht auf Basis der durch den Vermarkter definierten Standards."

Das gelte jedoch nicht für die Gattung: "Aus der Perspektive des TV-Gattungsmarketings sollte es möglich sein, eine Zielgruppe zu definieren, die übergreifende Betrachtungen möglich macht", fordert Ziegler. Die Zuschauer ab 3 Jahre sollten es jedoch nicht sein.

Ziegler befürchtet zudem Preissteigerungen, die hinter den unterschiedlichen Zielgruppendefinition versteckt sein könnten. "Wir werden also besonders gut zuhören, wenn die Vermarkter ihre Preisansagen für 2014 formulieren", sagt er. pap
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