Online-Werbung in 2005 übertrifft Prognosen deutlich

Montag, 13. Februar 2006

Im vergangenen Jahr sind bundesweit 885 Millionen Euro für Online-Werbung augegeben worden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 60 Prozent. Die Prognose des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) aus dem letzten September wurde damit klar übertroffen. Die Schätzungen für das kommende Jahr wurden nach oben korrigiert. Man geht nun von 1,3 Milliarden Euro Gesamtvolumen in 2006 aus. Das erwartete Wachstum liegt demnach bei 46 Prozent. "Würde man zusätzlich, wie in den USA üblich, Online-Kleinanzeigen berücksichtigen, ergäbe sich ein Volumen von etwa 2 Milliarden Euro für 2006", so BVDW-Forscher Bernd Henning. Online-Werbung ist eine der wachstumsstärksten Branchen der deutschen Wirtschaft. Der Vergleich mit den klassischen Mediengattungen, die im vergangenen Jahr lediglich um 5 Prozent gewachsen sind, belegt das rasante Wachstum. Unter anderem ist hierfür die steigende Zahl der Internetanschlüsse und die zunehmende Nutzungsintensität des Internets verantwortlich. Das Ende der Fahnenstange scheint aber noch lange nicht erreicht zu sein. "Das immense Potenzial der Online-Werbung wird deutlich, wenn man die tatsächliche Mediennutzung zu Grunde legt, die immer noch mehr als drei Mal so hoch liegt, wie der Anteil der Online-Werbung am gesamten Werbemarkt" so OVK-Vize Frank Bachér. Der Anteil am gesamten Werbemarkt liegt laut OVK im Moment bei 4,4 Prozent. Der OVK-Vorsitzende Christian Muche gibt eine optimistische Prognose zur weiteren Entwicklung ab: "Spätestens im kommenden Jahrzehnt korrespondiert der Online-Anteil am Werbemarkt mit dem Online-Anteil an der Mediennutzung." ems
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