Online-Werbeausgaben in den USA um 10 Prozent gefallen

Dienstag, 11. September 2001
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Die Ausgaben für Online-Werbung in den USA sind in der 1. Hälfte des Jahres 2001 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent gefallen. Das ergibt eine aktuelle Studie des amerikanischen Martforschungsinstituts Competitive Media Reporting (CRM). Danach wurden im 1. Halbjahr 2001 rund 1,5 Milliarden Dollar für Werbung im Internet ausgegeben.

Bei den Einnahmen aus Online-Werbung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2001 ist der Internet-Katalog Yahoo mit 197 Millionen Dollar Spitzenreiter, gefolgt von AOL mit 174 Millionen Dollar. Excite bringt es mit knapp 91 Millionen Dollar auf Platz 3, und Lycos folgt auf dem 4. Rang mit rund 62 Millionen Dollar Werbeumsatz.

In der Rangliste der Unternehmen liegt General Motors an der Spitze. Der Automobilhersteller gab im ersten Halbjahr 2001 rund 25 Millionen Dollar für Online-Werbung aus. Dicht dahinter setzte sich Ebay mit mehr als 24 Millionen Dollar Werbeausgaben fürs Web.

In der Liste der Top-Marken konnte sich das Internet-Auktionshaus sogar an die Spitze setzen. Ebay gab von Januar bis einschließlich Juni 2001 knapp 19 Millionen Dollar für das Branding im Internet aus. Beim Ranking nach Branchen ist der Handel mit rund 299 Dollar Spitzenreiter. Den 2. Platz belegen die Medien und die Werbebranche selbst. Sie gaben mehr als 261 Dollar in der 1. Hälfte des Jahres 2001 für Online-Werbung aus.

Eine Erholung des Online-Werbemarktes für das 1. Quartal 2002 ist nach Meinung der Marktforscher nicht in Sicht. "Der Abschwung des Werbemarktes in 2001 hat auch das Internet nicht ausgelassen", sagt David Peeler, Vorsitzender und Geschäftsführer bei CMR. Unternehmen, die ihre Ausgaben für das Jahr 2002 planen, würden nur zögerlich in Kampagnen investieren. "Demnach erwarten wir nicht den erhofften Aufschwung zu Beginn des Jahres 2002", so Peeler.
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