Online-Weihnachtsgeschäft: Weniger Onlineshopper kauften teurere Artikel

Dienstag, 22. Januar 2002

Der Anteil der Internetnutzer, die in der Weihnachtssaison 2001 online eingekauft haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte auf 42 Prozent gesunken. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Online-Marktforschungsunternehmen E-Mind@emnid im Auftrag der Fachzeitschrift "Absatzwirtschaft" durchgeführt hat. Der Umsatz der Web-Händler dürfte trotzdem angestiegen sein. Denn laut Studie haben sich die Online-Shopper deutlich häufiger als in den Vorjahren für hochwertige und preisintensive Produkte entschieden.

So stieg die Nachfrage bei Elektroartikeln von elf Prozent im Vorjahr auf 19 Prozent an. "Die Umsatzrenner des stationären Handels wie DVD-Player und Handys haben auch den Internethandel bestimmt," präzisiert Frank Wagner von E-Mind@emnid. Klar in Führung liegen bei den online eingekauften Weihnachtspräsenten weiterhin Bücher mit 50 Prozent. Auch Musik-CD`s stehen in der Beliebtheitsskala der Online-Shopper mit einem Anteil von 33 Prozent weit oben.

Tickets wurden von 15 Prozent der Befragten online gekauft, was einem Verkaufsanstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber Weihnachten 2000 entspricht. Rückläufig entwickelte sich der Handel mit Spielwaren im Internet. Nur noch knapp 15 Prozent der Onlineshopper - gegenüber 20 Prozent im Vorjahr - orderten auf Internetseiten Spielwaren zum Weihnachtsfest. Immerhin 16 Prozent der Online-Shopper geben an, Kleidung in der Vorweihnachtszeit online gekauft zu haben. Zudem haben 14 Prozent der Surfer Computersoftware und 11 Prozent Computerhardware geordert.

In der Gunst der Web-Gemeinde leicht gestiegen sind Lebensmittel, die von neun Prozent der Surfer nachgefragt wurden. Der Einkauf von Kosmetik via Internet ging hingegen um 4 Prozentpunkte auf sieben Prozent zurück. E-Mind@emnid befragte zwischen dem 25. Dezember 2001 und dem 3. Januar 2002 insgesamt 1284 Internetnutzer. Die Untersuchung wurde im TNS Emnid-Onlinepanel durchgeführt.
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