Online-Versicherungsmakler Censio gibt auf

Freitag, 04. Januar 2002

Das Versicherungsvergleichs-Portal Censio ist am Ende. Nachdem das Angebot bereits Ende Dezember vom Netz genommen wurde, hat nun auch das Amtsgericht Wiebaden offiziell das Insolvenzverfahren über das in Oestrich-Winkel ansässige Unternehmen eröffnet. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Jürgen Blersch konnte das 1999 gegründete Unternehmen in den vergangenen Wochen keinen weiteren Investor finden, um den Fortbestand zu sichern.

Laut Blersch hat die größtenteils VC-finanzierte Firma seit ihrer Gründung knapp 41 Millionen Euro verbrannt. Nur zehn der zeitweise 140 Mitarbeiter von Censio werden für einige Monate weiterbeschäftigt, um das Geschäft abzuwickeln. Die übrigen Angestellten sind den Angaben zufolge bereits freigestellt worden.

Über Censio konnten Web-User die Angebote von insgesamt 120 Versicherungsanbietern vergleichen. Hauptgesellschafter des Unternehmens sind Gründer und Vorstandschef Marco Arteaga sowie die Venture-Capital-Firma Atlas, die jeweils 40 Prozent an Censio halten. Zudem sind verschiedene Finanzinstitute an dem Online-Versicherungsmakler beteiligt.
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