Online-Handel mit Medikamenten soll möglich werden

Mittwoch, 26. September 2001

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will offenbar das 1998 eingeführte Versandverbot für Arzneimittel abschaffen. Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge spielt dabei das Milliarden-Defizit der Krankenkassen eine Rolle. Laut Staatssekretär Klaus Theo Schröder soll der kostengünstige Internet-Handel das bestehende Vollsortiment eines herkömmlichen Apothekengeschäfts jedoch lediglich ergänzen, um die Beratung der Patienten durch ausgebildete Apotheker zu gewährleisten. Reine Internet-Apotheken lehnt das Ministerium ab. Im Gegensatz zur Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, die sich mit dem Argument des Verbraucherschutzes gegen eine Aufhebung des Verbots ausgesprochen hat, befürworten die Krankenkassen den Internet-Handel mit Medikamenten. Sie rechnen mit einer Einsparung von 1,5 Milliarden Mark.
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