Online-Banking: Internet- und Mobilfunkbranche setzt Kreditinstitute unter Druck

Mittwoch, 16. Februar 2011
-
-

Die Banken in Deutschland fürchten neue Konkurrenz im Online-Markt. 60 Prozent der Kreditinstitute fühlen sich durch neue Wettbewerber aus der Internet- und Mobilfunkbranche unter Druck gesetzt. Durch moderne E-Payment-Systeme etwa könnten sie zunehmend Marktanteile verlieren. Das geht aus der Studie "Branchenkompass Kreditinstitute" der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut hervor. Vor allem Akteure im Firmenkundengeschäft sehen zu 71 Prozent ihre angestammten Pfründe in Gefahr. Aber auch im Privatkundengeschäft schrillen die Alarmglocken. Hier sehen 56 Prozent ihre Geschäfte in Gefahr. Jetzt wollen die Banken und Sparkassen reagieren. Bis 2013 soll kräftig in den Ausbau der Internetangebote investiert werden. Zudem wollen vier von zehn Instituten den sprunghaften Anstieg des Mobile Banking weiter vorantreiben. Aktuell verfügen 38 Prozent der Institute über eine Funkfiliale. 2009 waren es erst 15 Prozent. Bis 2013 planen 43 Prozent der Banken in Kommunikations-Apps zu investieren. Darüber hinaus wollen 38 Prozent der Institute, aufwändige Mobile-Banking-Anwendungen entwickeln, mit denen sich Überweisungen, Wertpapierorders oder Zahlungen durchführen lassen. Diese können beispielsweise mit Positionsdaten verbunden werden, um Location-based Services zu offerieren.

Trotzdem rät Stefan Lamprecht zu einem überlegten Vorgehen. "Der nach wie vor größte Vorteil der Institute gegenüber den Wettbewerbern aus Mobilfunk und Internet ist aber, dass Banken sämtliche Leistungen in Finanzfragen aus einer Hand anbieten können. Diese Stärke sollten die Institute weiter ausbauen",  sagt der Banking-Experte bei Steria Mummert Consulting. mir
Meist gelesen
stats