Omnicom will angeblich die Digitalagentur LBi kaufen

Mittwoch, 27. Juni 2012
Wird LBi verkauft?
Wird LBi verkauft?

In der Digitalagenturbranche bahnt sich offenbar der nächste große Deal an. Nach einem Bericht des britischen Fachblatts "Campaign" ist die US-Werbeholding Omnicom an einer Übernahme der Agenturgruppe LBi interessiert. Im Gespräch ist angeblich ein Kaufpreis von 575 Millionen US-Dollar. Dem Bericht zufolge führt Omnicom-Finanzchef Randall Weisenburger die Gespräche mit der börsennotierten Gruppe. LBi bestätigt inzwischen in einer offiziellen Mitteilung Gespräche mit Dritten über einen möglichen Verkauf, will aber weder bestätigen noch dementieren, dass Omnicom unter den Interessenten ist. Die Gespräche befänden sich in einer sehr frühen Phase und es sei nicht sicher, ob ein Kaufangebot abgegeben werde. Omnicom selbst war für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar.

LBi besteht in seiner aktuellen Form seit 2006. Damals ging die Firma LB Icon mit der schwedischen Digitalagentur Framfab zusammen. Die Wurzeln der Gruppe reichen allerdings bis ins Jahr 2001 zurück, als Icon Medialab und die niederländische Agentur Lost Boys fusionierten. Insgesamt beschäftigt LBi rund 2.000 Mitarbeiter in 17 Ländern. Der Nettoumsatz lag 2011 bei rund 197 Millonen Euro, das Ebitda bei rund 32 Millionen Euro. Zu der Gruppe gehört auch die deutsche Design- und Brandingagentur Meta Design.

Der Run der internationalen Werbeholdings auf die letzten unabhängigen Digitalagenturen ist ungebrochen. Zuletzt war die Übernahme von AKQA durch WPP für einen Kaufpreis von 540 Millionen US-Dollar bekanntgeworden. 2011 hatte Publicis die US-Agentur Rosetta ebenfalls für mehr als 500 Millionen Dollar akquiriert. mam     
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