Olympisches Organisationskomitee bedauert Abbruch von Live-Übertragung

Donnerstag, 10. Juli 2008

Das Pekinger Organisationskomitee der Olympischen Spiele (BOCOG) hat sein Bedauern über die Störung einer Live-Übertragung im "ZDF-Morgenmagazin" in der vergangenen Woche ausgesprochen. Chinesische Sicherheitskräfte hatten eine im Vorfeld genehmigte Übertragung von der Chinesischen Mauer massiv gestört. Mehrere Sicherheitskräfte in Zivil und Uniform hatten die Hände vor die Kamera gehalten und verlangt, dass die Übertragung abgebrochen werde. Als Begründung wurde ein Interview mit einem amerikanischen Mauerexperten angegeben, das während der Live-Übertragung geführt werden sollte. Das ZDF hatte zuvor nach eigenen Angaben alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und die Gesprächsgäste angemeldet. "Die zunehmende Behinderung der freien berichterstattung durch chinesische Sicherheitskräfte in den letzten Wochen stimmt uns sehr besorgt", so ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender.

Pekings Vizebürgermeister Cai Fuchao und BOCOG-Mediendirektor Sun Weijia versprachen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen werde. Auch BOCOG-Präsident Lui Qi soll sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt haben. Eine schriftliche Entschuldigung beim ZDF stehe noch aus.

Der Sender betont, die Störung einer Live-Übertragung stehe im klaren Widerspruch zu dem Versprechen der chinesischen Regierung, die Pressefreiheit zu den Olympischen Spielen zu gewährleisten. np



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