Oliver Sinner überlässt Matthias Schrader alleinigen Vorsitz bei Sinner Schrader

Donnerstag, 18. Juli 2002

Matthias Schrader, 34, steht ab September als CEO allein an der Spitze des börsennotierten Newmedia-Dienstleisters Sinner Schrader. Oliver Sinner, 33, der das Unternehmen 1996 gemeinsam mit Schrader gegründet hat, verlängert seinen auslaufenden Vertrag nicht und scheidet auf eigenen Wunsch am 31. August 2002 aus dem Vorstand aus.

Mit dieser Entscheidung übernehme Sinner die Verantwortung für die sinkenden Umsätze des Unternehmens, heißt es bei Sinner Schrader. In seinem Vorstandsbereich habe Sinner alle Vertriebsaufgaben geführt. Trotz namhafter Kunden sei es dem Unternehmen aber in den letzten Monaten nicht gelungen, sich dem schlechten Investitionsklima für Internetlösungen zu entziehen.

Sinner Schrader hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/2002 einen Umsatz von 11,6 Millionen Euro erzielt, was einem Minus von 24 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz des 3. Quartals bleibt mit 2,9 Millionen Euro um 23 Prozent hinter dem des 2. Quartals zurück und liegt damit unter den Erwartungen des Dienstleisters.

Sinner bleibt weiter größter Einzelaktionär von Sinner Schrader. Er wird in Zukunft dem Unternehmen beratend zur Verfügung stehen. Über seine berufliche Zukunft ist weiter nichts bekannt.

Der Vorstand des Newmedia-Dienstleisters schrumpft damit auf drei Mitglieder: Neben CEO Schrader wird der bisherige Technologie-Vorstand (CTO), Detlef Wichmann, 36, in Zukunft als COO das operative Geschäft verantworten und Thomas Dyckhoff, 39, bleibt Finanzvorstand (CFO) des Unternehmens.
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