Oktober bringt keine Erholung am Werbemarkt

Donnerstag, 14. November 2002
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Nach den traditionell schwachen Sommermonaten zeigt der Werbemarkt auch im Oktober keine Anzeichen der Erholung. Der Gesamtmarkt fällt um 3,4 Prozent auf 1,641 Milliarden Euro. Im Vormonat hatte das Minus noch 2,7 Prozent betragen.

Am schlimmsten hat es im Oktober die Publikumszeitschriften mit minus 8,9 Prozent (gesamt 342 Millionen Euro) erwischt. Weiter bergab ging es auch für die Tageszeitungen mit minus 2,8 Prozent (335 Millionen Euro). Im TV-Markt ist die leichte Entspannung des Septembers mit plus 0,6 Prozent schon wieder vergessen. Die Sender büßen 2,3 Prozent ein und kommen im Oktober auf 787 Millionen Euro.

Der Hörfunk kann dagegen wieder leicht zulegen und kommt auf 93 Millionen Euro (plus 1,5 Prozent). Ein Plus von 3 Prozent briungt die Plakatanbieter auf 45 Millionen Euro. Die Fachzeitschriften verbuchen im Oktober den größten Zuwachs mit plus 3,5 Prozent (40 Millionen Euro).

Die größte werbungtreibende Branche sind die Automobilhersteller, die mit 1,4 Milliarden Euro bis Oktober fast 7 Prozent mehr in Media investierten als im Vorjahreszeitraum. Der Handel legte um 4 Prozent auf 886 Millionen Euro zu - Platz 3 im Gesamtranking.

Nach wie vor zweistellige Einbrüche verzeichneten Telekommunikation (minus 24 Prozent auf 445 Millionen Euro), Spezialversender (minus 26 Prozent auf 369 Millionen) und die Finanzdienstleister (minus 22 Prozent auf 329 Millionen). Auf niedrigerem Niveau verdoppelt haben sich die Werbespendings der Hygienepapier-Hersteller - auf nunmehr 76 Millionen Euro.
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