Offiziell: Brigitte zeigt wieder professionelle Models

Donnerstag, 06. September 2012
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Brigitte Huber Model Frauenzeitschrift Stephan Schäfer SZ


Es stimmt also: Die Frauenzeitschrift "Brigitte" hat nun offiziell bestätigt, ab sofort wieder professionelle Models im Heft zu zeigen. Eine Abkehr von der "Ohne-Models"-Strategie sei dies aber nicht, vielmehr werde Brigitte einen Mix aus Foto-Produktionen mit Profis und Laien zeigen. Als Gründe gibt die Chefredaktion mehr Vielfalt an - und teils überraschendes Leserinnenfeedback. "Wir wollten der Schönheit die Natürlichkeit zurückgeben - und zeigen: Attraktivität hat viele Gesichter. Das ist uns, wie wir glauben, gut gelungen", schreiben die Chefredakteure Brigitte Huber und Stephan Schäfer im Editorial der kommenden Ausgabe. Die Begründung für die halbe Rolle rückwärts: Einige Leserinnen hätten sich durch die normalen Frauen von der Mode abgelenkt, wieder andere sich unter Druck gesetzt gefühlt: "Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in Brigitte schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe", zitiert die Doppelspitze eine Leserinnenmeinung.

Wann welches Model zum Einsatz kommt, soll deswegen künftig strategisch entschieden werden: "Ab diesem Heft werden wir immer dann mit professionellen Models arbeiten, wenn wir glauben, dass es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt", so Huber und Schäfer. "Size-Zero-Figuren" sollen aber auch weiterhin nicht im Heft vorkommen - stattdessen hofft das Blatt auf viele Bewerbungen von "normalen Frauen".

Keine Stellungnahme gab es zu den in der Presse kolportierten Gerüchten für den Schwenk: Zu Beginn der Woche hatte die "Süddeutsche Zeitung" spekuliert, dass die Shootings mit nicht-professionellen Models aufwendiger und nicht kostengünstiger seien, als mit Profis. Zudem hatte sich die "Ohne-Models-Strategie" nicht auf den Auflagenrückgang ausgewirkt.  ire
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