Occupy-Bewegung plant eigenes soziales Netzwerk

Donnerstag, 29. Dezember 2011
Occupy Wall Street genießt mitttlerweile Markenschutz
Occupy Wall Street genießt mitttlerweile Markenschutz

Medienberichten zufolge planen die Aktivisten der Occupy-Wall-Street-Bewegung ein eigenes soziales Netzwerk. Wie "Wired" berichtet, soll die Plattform mit dem Namen "The Global Square" im kommenden Januar an den Start gehen und weltweit verfügbar sein. Allerdings gibt es wohl Beitrittsbeschränkungen. Anders als bei Facebook, Twitter oder Google+ soll bei "Global Square" nicht jedermann eigenmächtig einen Account eröffnen können. "Man muss jemanden im echten Leben kennen, der für einen bürgt", sagte Occupy-Aktivist und Entwickler Ed Knutson gegenüber "Wired". Hat man sich ein eigenes Profil erstellt, stehen einem ähnliche Features zur Verfügung wie bei den etablierten Networks. So soll es interaktive Karten mit Occupy-Brennpunkten geben, einen Facebook-ähnlichen Newsfeed, Foren und einen Nachrichtendienst.

Einer der Gründe, warum die Protestler ihre Vernetzung selbst in die Hand nehmen wollen, ist mangelndes Vertrauen in Facebook & Co. Die Mitglieder der Occupy-Bewegung befürchten, dass bestehende soziale Netzwerke private Nachrichten und Nutzerdaten auf Druck von Behörden rausrücken könnten. "Wir wollen Facebook unsere privaten Nachrichten nicht anvertrauen", so Knutson.

Occupy Wall Street beschreitet damit einen anderen Weg, als ihn etwa die regimekritischen Bewegungen in der arabischen Welt in diesem Frühjahr gegangen sind. Dort galten Facebook und Twitter als Motoren der Revolution. ire
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