"Oberhessische Presse" tritt Platz im NSU-Prozess an die "FAZ" ab

Freitag, 03. Mai 2013
Die "FAZ" kann direkt vom NSU-Prozess berichten
Die "FAZ" kann direkt vom NSU-Prozess berichten

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kann aus erster Hand über den am Montag beginnenden NSU-Prozess in München berichten. Die zur Mediengruppe Madsack gehörende "Oberhessische Presse" überlässt der "FAZ" den ihr zugelosten Presseplatz im Gerichtsaal. Die "Frankfurter Allgemeine" war bei der Auslosung der insgesamt 50 Sitzplätze für Medienvertreter für den Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe leer ausgegangen. Mit der "Oberhessischen Presse" und den "Lübecker Nachrichten" waren dagegen zwei zur Mediengruppe Madsack gehörende Tageszeitungen ausgelost worden. Da die Berichterstattung für alle Titel der Mediengruppe über einen Austausch sichergestellt ist, hat sich der Verlag entschieden, einen Platz an die "FAZ" abzugeben.

Auch andere Medien, die mehrfach ausgelost wurden, haben sich bereits solidarisch gezeigt: So überlässt die Nachrichtenagentur dpa, die inklusive ihrer Tochterunternehmen in der Gruppe der Agenturen drei mal aus dem Lostopf gezogen wurde, einen Platz den Agenturen Thomson Reuters und AFP. Die Frauenzeitschrift "Brigitte" wird ihren Sitz mit dem Gruner+Jahr-Schwestertitel "Stern" teilen.

Bei der Auslosung der insgesamt 50 Presseplätze für den NSU-Prozess waren zahlreiche renommierte Medien leer ausgegangen, darunter die überregionalen Tageszeitungen "FAZ", "Die Welt" und "Die Zeit". Diese hatten zunächst juristische Schritte erwogen, verzichten aber auf eine Klage, um den Beginn des Prozesses nicht erneut zu gefährden. dh
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