OWM fordert mehr Freiraum für die TV-Werbung

Mittwoch, 04. Februar 1998

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) will künftig auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach 20 Uhr werben. "Wir können das private Duopol im Fernsehwerbemarkt nach 20 Uhrnicht länger hinnehmen", erklärte Dr. Hartmut Reuff, Media-Direktor Procter & Gamble Deutschland und Vorsitzender der OWM in Frankfurt: "45 Prozent der Zuschauer sind für uns in der Primetime nichterreichbar." Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe befürchten dagegen die Privatsender bei einer Öffnung der 20-Uhr-Werbegrenze bei ARD und ZDF. Am liebsten wäre den Werbungtreibenden ein Modell, das nur den Prozentsatz der Werbefinanzierung am Gesamthaushalt der Öffentlich-rechtlichen bei freier Verteilung des Volumens festlegt. Maximal 1,2 Milliarden Mark Nettowerbeerlöse würden die Öffentlich-rechtlichen jährlich abschöpfen, wenn dieser Prozentsatz für die ARD auf 15 und für das ZDF auf 20 festgelegt würde, rechnete OWM-Geschäftsführer Wolfgang Hainer aus: "Eine für alle Marktteilnehmer planbare Größenordnung."
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