OVK: Online-Spendings übertreffen Experten-Prognosen

Dienstag, 04. März 2008
OVK-Vorsitzender Paul Mudter prognostiziert dem Internet ein Plus von 29 Prozent
OVK-Vorsitzender Paul Mudter prognostiziert dem Internet ein Plus von 29 Prozent

Die Werbewirtschaft hat im vergangenen Jahr rund 2,9 Milliarden Euro in Internetwerbung investiert. Das hat der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) anlässlich der Computermesse Cebit bekannt gegeben. Die Brutto-Werbeinvestitionen übertreffen die Erwartungen der Experten, die im September rund 2,7 Milliarden prognostiziert hatten. Größter Wachstumstreiber ist mit 1,5 Milliarden Euro nach wie vor die klassische Online-Werbung. Auf Suchwortvermarktung entfallen 1,2 Milliarden Euro, 215 Millionen auf Affiliate-Netzwerke.

Wie im Vorjahr ist das Internet das viertgrößte Werbemedium. Mit 12 Prozent liegt der Anteil am Gesamtwerbemarkt erstmals im zweistelligen Bereich. Im laufenden Jahr sollen die Ausgaben für Online-Werbung noch einmal steigen. „Auch für 2008 gehen wir von einem erfreulichen Zuwachs von durchschnittlich 29 Prozent aus", zeigt sich Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im BVDW, zuversichtlich. Damit würden sich die Brutto-Werbeinvestitionen im laufenden Jahr auf rund 3,7 Milliarden Euro belaufen. „Vor allem Bewegtbildformate und der verstärkte Einsatz sogenannter Targetingmethoden, mit denen Werbung sehr gezielt ausgeliefert wird, stehen bei den Werbetreibenden hoch im Kurs", so  Mudter weiter.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf den Video-Ads. Kein anderes Format hat in diesem Jahr so stark zugelegt. Ein Vergleich der Buchungszahlen zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr 2007 offenbart ein Plus von 228 Prozent. Sorgen bereitet dem BVDW dagegen der derzeitige Fachkräftemangel. Laut Vizepräsident Dirk Kedrowitsch haben rund 95 Prozent der Unternehmen in der Multimediabranche Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Da dies künftig das Wachstum hemmen könnte, hat der Verband das Bildungsnetzwerk der digitalen Wirtschaft ins Leben gerufen. Dies soll Bildungsanbietern und Unternehmen ab sofort besser miteinander vernetzen.
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