OMS setzt auch mobile auf die Leistung von Zeitungsverlagen

Donnerstag, 04. April 2013
OMS-Geschäftsführer Matthias Wahl spürt und sorgt für Bewegung im Mobilemarkt
OMS-Geschäftsführer Matthias Wahl spürt und sorgt für Bewegung im Mobilemarkt

Der Onlinevermarkter OMS hat auf nationaler Ebene die Vermarktung von 50 mobilen Tageszeitungswebsites übernommen. Der Zeitpunkt, an dem Matthias Wahl mit seinem Team in das neue Geschäftsfeld dringt, könnte kaum besser sein. Mobile gilt als einer der größten Wachstumstreiber in diesem Jahr, die Umsatzprognosen belaufen sich auf 75 Prozent. Es ist Bewegung im Markt zu spüren", sagt der Geschäftsführer im Gespräch mit HORIZONT. Die Quelle von Wahls Optimismus - und das ist in diesen Tagen besonders bemerkenswert - liegt in der publizistischen Leistung der Zeitungsverlage. Das bereits vermarktete nationale Portfolio aus regionalen Titeln und Radiosendern, insgesamt über 350 Marken von Mopo.de bis zum Fußballradio 90elf, biete erhebliches Potenzial, um auch mobil erfolgreich sein zu können. Das Vertrauen, das die Leser der Zeitung entgegenbringen, überträgt sich - glücklicherweise - auch auf den mobilen Bereich", schildert Wahl.

Und auch die Zielgruppe, mit der OMS Werbungtreibende lockt, setzt auf die Basis Tageszeitung: überdurchschnittlich gut gebildete, im Schwerpunkt einkommensstarke 20- bis 29-Jährige, die Smartphone und Tablet aktiv nutzen". Deshalb bietet der Onlinevermarkter auch zwei Varianten zur Auslieferung der Kampagnen an: eine Version für all jene, die die Mobilversionen der Seiten in der OMS-Tageszeitungskombi auf dem Smartphone nutzen, die andere für Zielgruppen, die Seiten aus dem OMS-Gesamtportfolio auf einem Tablet nutzen.

Genau wie im Display- und im Videobereich profitieren die Verlage der OMS fortan von den Skalierungseffekten: Die großen Häuser haben den Mobilemarkt schon lange im Blick, aber er ist genauso für die kleinen Häuser relevant", für die der technische Aufwand jedoch zu groß wäre, schildert Wahl. Eine Kampagne soll künftig auf allen Screens, von Display über Video bis hin zu Mobile, ausgeliefert werden können. Vom Erfolg des neuen Angebots ist OMS-Chef Wahl überzeugt: Die Werbegelder sind den mobilen Nutzern bisher nicht gefolgt. Aber irgendwann kommt das Geld hinterher." Spätestens in zwei Jahren werde sich die mobile Reichweite, die der Vermarkter derzeit mit 750.000 Unique Usern und über 80 Millionen Ad Impressions beziffert, auch ausreichend monetarisieren lassen. Bis Mitte 2013 will Wahl mindestens zwei Spezialisten für den mobilen Bereich eingestellt haben, mittelfristig bis zu vier Leute. kl
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