OMG attackiert Steingart: "Printvertreter wollen Bedeutungsverlust nicht wahrhaben"

Freitag, 14. Juni 2013
OMG-Sprecher Hans-Georg Stolz kontert auf die Kritik von Gabor Steingart
OMG-Sprecher Hans-Georg Stolz kontert auf die Kritik von Gabor Steingart


Kritik und Gegenkritik: Nachdem "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart beim HORIZONT-Zeitungsgipfel das Geschäftsmodell der Mediaagenturen in Frage gestellt hat, melden sich nun die Gescholtenen zu Wort. "Eine eingemeißelte, rein normativ begründete Bestandsgarantie kann kein Werbeträger erwarten", sagt Hans-Georg Stolz, Sprecher der Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG).
Steingart hatte in Wiesbaden an Unternehmen appelliert, den Dialog mit dem Werbekunden wieder selbst in die Hand zu nehmen und die Treuhänderschaft der Agenturen grundsätzlich in Frage zu stellen. Noch mehr als den Dialog würden die Kunden jedoch überzeugende Leistungsnachweise - "möglichst noch in Realtime" - in ihrer Marketingzielgruppe schätzen, kontert Stolz, und deshalb auch bereitwilliger in Medien investieren, die dies belegen können. "Dort, wo Print nach der Eignungsprüfung aller Alternativen seinen kommunikativen und wirtschaftlichen Zielbeitrag leisten kann, wird Print wie jedes andere Medium auch eingesetzt."

In welchem Ausmaß das allerdings stattfindet, deutet der OMG-Sprecher auch an: Schließlich müssten die seit Jahren sinkenden Auflagenzahlen sowie das veränderte Leseverhalten in der jüngeren Bevölkerungshälfte und dessen Verlagerung auf digitale Plattformen zwangsläufig zu Veränderungen im Media-Mix führen. Diesen Bedeutungsverlust würden einige Printvertreter nicht wahrhaben wollen, so Stolz. kl
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