Nutzung von TV-Inhalten im Netz nimmt weiter zu

Freitag, 02. September 2011
Die TV-Nutzung bleibt stabil, Web-TV wird aber wichtiger
Die TV-Nutzung bleibt stabil, Web-TV wird aber wichtiger


Die Nutzung von TV-Inhalten im Internet steigt weltweit an. 44 Prozent der Befragten nutzen mehr als einmal pro Woche Web-TV-Angebote, im Vorjahr waren es noch 38 Prozent. Das geht aus der jährlichen Studie "TV & Video Consumer Trend Report" des Telekommunikationsunternehmens Ericsson hervor. Nach wie vor dominiert aber noch die klassische TV-Nutzung am Fernsehschirm: 84 Prozent der Befragten gaben an, mehrmals die Woche vor dem Fernseher zu sitzen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil allerdings gesunken: Im Vorjahr gaben noch 88 Prozent an, mehrmals die Woche klassisches Fernsehen zu nutzen. Dagegen steigt die Nutzung von Web-TV und On-Demand-Inhalten im Netz: Am häufigsten schauen sich die Konsumenten kurze Videoclips zum Beispiel bei Youtube an: 47 Prozent nutzen mehrmals die Woche entsprechende Websites. 33 Prozent schauen sich TV-Sendungen im Internet an, 26 Prozent aus dem Netz heruntergeladene Inhalte und 25 Prozent sehen regelmäßig Filme als Stream.

Dabei gibt es nach wie vor große länderspezifische Unterschiede: Während in Deutschland 28 Prozent des gesamten TV-Konsums auf On-Demand-Angebot entfallen, liegt der entsprechende Anteil in Spanien bereits bei 44 Prozent.

"Die Nutzung von On-Demand-Inhalten wird immer beliebter, am häufigsten wird aber noch klassisches Fernsehen per Broadcast geschaut. Due Nutzer wollen beides: Fernsehen und Web-TV", sagt Anders Erlandsson, Senior Advisor bei Ericsson Consumer Labs. "Die Nutzung von Fernsehen und Video ist durch das Internet nicht in dem Maße zurückgegangen wie die von Printmedien. Wir sehen nur auf mehr unterschiedlichen Wegen fern als zuvor."

Für die Studie wurden 13.000 Personen in 13 Ländern befragt, darunter Australien, Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Russland, Schweden, Spanien, Südkorea, Taiwan und die USA. Weitere Informationen zu der Studie gibt es auf der Website von Ericsson. dh

Quelle: Ericsson
Quelle: Ericsson
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