Nur noch zwei Bietergruppen bei Kirch Media

Montag, 16. September 2002

Die Geschäftsführung der insolventen Kirch Media will dem Gläubigerausschuss offenbar noch in dieser Woche empfehlen, die Zahl der Bietergruppen im dritten Auktionsverfahren um die Reste des Kirch-Imperiums von derzeit drei auf zwei zu reduzieren. Laut Informationen der "Financial Times Deutschland" wäre damit eine der Gruppen um Commerzbank/Columbia, Lehman Brothers/Al Walid/Rewe oder TF1/Saban aus dem Rennen. Danach solle die mit dem Verkauf beauftragte Bank UBS Warburg versuchen, die beiden verbleibenden Bieter an einen Tisch zu bringen und das mit rund 2 Milliarden Euro taxierte Unternehmen zu verkaufen.

Auch in der dritten Auktionsrunde hat allerdings bisher keiner der Bieter ein Komplettangebot für Kirch Media abgegeben. Weitere Interessenten wie der US-TV-Konzern Viacom, die italienische Mediaset oder das deutsche Konsortium um den Bauer-Verlag halten sich derzeit aus dem Auktionsprozess heraus. Sie wollen erst dann wieder auf den Plan treten, wenn der Druck auf die Verkäufer und den Preis gestiegen ist.
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