Nur acht Monate Zürich: Tobias Schulz-Isenbeck verlässt Ringier

Mittwoch, 02. Mai 2012
Geht schon wieder: Tobias Schulz-Isenbeck
Geht schon wieder: Tobias Schulz-Isenbeck

Kurzes Gastspiel, kurze Mitteilung: Nicht viele Worte verliert der Schweizer Medienkonzern Ringier, um mitzuteilen, dass Tobias Schulz-Isenbeck das Unternehmen schon wieder verlässt. Der 44-Jährige trete „aufgrund der Reorganisation an der Konzernspitze" von seinem Amt als Finanzchef (CFO) und Head Ringier Corporate Center zurück, so das Unternehmen. Schulz-Isenbeck war erst am 1. September 2011 von der Verlagsgruppe Handelsblatt, wo er als Sprecher der Geschäftsführung und CFO tätig war, zu Ringier nach Zürich gewechselt. Ringier-CEO Marc Walder dankt Schulz-Isenbeck eher pflichtschuldig als überschäumend für dessen (achtmonatiges) Engagement bei Ringier und würde sich freuen, wenn er dem Haus „weiter beratend zur Verfügung stehen würde". Interimistisch übernimmt Annabella Bassler, 35, ab sofort das Amt von Schulz-Isenbeck. Bassler ist Leiterin Corporate Finance & Controlling.

Was ist mit „Reorganisation an der Konzernspitze" gemeint? Wohl in erster Linie der Wechsel des CEOs: Erst vor einem Monat hat Walder (seit 2008 Chef von Ringier Schweiz & Deutschland) selbst den Chefposten bei Ringier übernommen, als Nachfolger von Christian Unger. Vielleicht hat es zwischen ihm und Schulz-Isenbeck ja einfach nicht gepasst. Gibt es darüber hinaus sonstige „Reorganisationen"? Der Verlag („Blick"; in Deutschland „Cicero", „Monopol") erklärt Schulz-Isenbecks Demission auf Nachfrage mit nach der Walder-Berufung "von Verleger Michael Ringier in Aussicht gestellten weiteren Wechseln in der Overhead-Struktur des Konzerns". Die Erneuerung der Konzernleitung sei Bestandteil der Reorganisationsarbeit des neuen CEO. Weitere Wechsel seien nun aber derzeit keine mehr vorgesehen, so ein Sprecher. rp
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