Nielsen-Studie: Zahlungsbereitschaft im Web bleibt gering

Dienstag, 23. Februar 2010
Für Filme, Musik und Spiele würden die meisten User bezahlen.
Für Filme, Musik und Spiele würden die meisten User bezahlen.
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Zahlungsbereitschaft


Nach wie vor sind die wenigsten Nutzer bereit, für Inhalte im Internet zu zahlen. Nielsen Wire hat mehr als 27.000 Konsumenten in 52 Ländern zu diesem Thema befragt. Wie erwartet, will die überwiegende Mehrheit (85 Prozent) auch weiterhin das Internet kostenlos nutzen. Damit überhaupt eine Zahlungsbereitschaft entsteht, müssen die Bezahlinhalte deutlich besser sein, als die kostenlosen Angebote. In diesem Fall will der Nutzer (64 Prozent) aber keine Werbung auf der kostenpflichtigen Website sehen. Das Risiko für die Website ist groß, den User ganz zu verlieren, falls sie plötzlich Nutzungegebühren erhebt: Laut Studie würden dann 79 Prozent auf eine kostenlose Alternative ausweichen.

Sind die User bereits Abonnenten einer Zeitung oder eines Magazins beziehungsweise zahlen sie für Radio- oder TV-Nutzung, so ist die überwiegende Mehrheit (78 Prozent) der Meinung, dass sie für den jeweiligen Online-Service nicht zusätzlich berappt werden sollte.

Die höchste Zahlungsbereitschaft haben Online-User für Produkte, die auch „offline" Geld kosten. Dazu zählen zum Beispiel Kino, Musik, Spiele und Videos. Rund jeder zweite kann sich laut der Umfrage von vorstellen, dafür zu zahlen. Die Bereitschaft für reine „Online"-Inhalte wie Communities, Podcasts, Consumer-generated Videos und Blogs Geld auszugeben, ist dagegen gering.

Bedenken, dass die Kostenlosangebote einen Qualitätsverlust nach sich ziehen, haben nur die wenigsten: Gerade mal ein Drittel (34 Prozent) ist dieser Meinung. se
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